Was ist so besonders am Freitag, den 13.?

Aberglauben gibt es bereits so lange wie die Menschheit selbst. Überquert eine schwarze Katze die Straße, gilt das als schlechtes Omen. Zerbricht man Glas, so bringen Scherben zwar Glück, aber nicht für den, der sie zerbricht. Bei all den unheilvollen Vorhersagen, gibt es jedoch einen Tag, der das Unglück angeblich fast magisch anzieht: Freitag, der 13. Doch was hat es mit diesem Datum überhaupt auf sich? Und warum verbinden viele diesen vermeintlich Unglückstag mit der Finanzbranche?

Ein schwarzer Tag für die Finanzwelt

Der Unglückstag Freitag, der 13. wird oft mit der Bezeichnung Black Friday, auf Deutsch Schwarzer Freitag, gleichgesetzt. Viele verwenden dies sogar synonym. Allen Behauptungen zu trotz, haben diese Tage jedoch geschichtlich wenig miteinander zu tun:

Mann mit Schutzmaske steht vor der warnenden Aufschrift Freitag, der 13.

International verbreitete sich der Begriff Black Friday erstmals 1869. Am 24. September dieses Jahres kam es aufgrund von Goldspekulationen zu einer amerikanischen Finanzkrise, die nicht nur als Vorlage für einen Roman, sondern auch für einen Stummfilm diente. Doch der wohl bekannteste Schwarze Freitag ereignete sich 1929 an der New Yorker Börse. Ausgelöst wurde die weltweite Wirtschaftskrise durch den starken Fall des Dow Jones Industrial Average am Donnerstag, den 24. Oktober 1929. Insofern handelte es sich vielmehr um einen Schwarzen Donnerstag. Aufgrund der Zeitverschiebung ist dieser Tag in Europa jedoch als Schwarzer Freitag bekannt. Wie man sieht, fiel also keiner dieser beiden Tage auf einen Freitag, den 13.

Betrachtet man jedoch die deutsche Finanzgeschichte, wird man tatsächlich fündig: Am Freitag, den 13. Mai 1927 gab es wirklich einen Kurseinbruch an der Berliner Börse bei dem der Absturz des damaligen Aktienindex des Statistischen Reichsamtes zu großen Verlusten führte. Ein Unglücks-Freitag, der also wirklich auf den 13. eines Monats fiel. Allerdings hatte dieses Ereignis nichts mit dem Schwarzen Freitag in den USA und damit auch nichts mit dem Begriff Black Friday zu tun. Es zeigt sich, dass die Bezeichnung als Unglückstag wohl eher nicht aus der Finanzbranche stammt. Doch woher kommt dann dieser Aberglaube?

Der Ursprung von Freitag, den 13.

Geht man zurück an die Anfänge der Menschheitsgeschichte, so findet man heraus, dass vor allem der Wochentag Freitag Unheil brachte: So habe Eva an einem Freitag vom verbotenen Apfel des Baums der Erkenntnis gegessen und auch Jesus wurde an einem solchen Wochentag gekreuzigt.

Auch die Zahl 13 verhieß bereits zu dieser Zeit nichts Gutes. Schließlich war der Verräter Judas der 13. Gast bei Jesus letzten Abendmahl. So wurden der Wochentag und die Zahl getrennt voneinander bereits sehr lange Zeit als unheilvolle Omen gedeutet. Eine Kombination der beiden Unglücksaspekte taucht jedoch erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts auf, die in erster Linie auf eine entsprechende Medienberichterstattung zurückzuführen ist.

Die Unglücks-Kombination heute

Während die Zahl 13 noch heute als Unglückszahl gilt, genießt der Freitag einen eher positiven Ruf. Schließlich ist er der letzte Arbeitstag vor dem Wochenende. Da kommt es schon mal vor, dass einige Leute ein „Thank God it’s Friday“ (auf Deutsch: Gott sei Dank, es ist Freitag) von sich geben. Die Zahl 13 hingegen ist nach wie vor negativ behaftet. Es gibt noch immer meist keine 13. Reihe im Flugzeug oder auch oft kein 13. Stockwerk in einem Hochhaus.

Statistisch gesehen ein unauffälliger Tag

Entsprechend dem Aberglauben, denken viele Menschen, dass am Freitag, den 13. besonders viele Missgeschicke und Unfälle passieren. Doch ist dem nicht so. Nicht nur Unfallstatistiken diverser Versicherer, sondern auch die Ergebnisse des ADAC zeigen, dass es an diesen Tagen sogar etwas weniger Unfälle mit Personenschäden als im Durchschnitt gibt.

Wer unter Paraskavedekatriaphobie, der krankhaften Angst vor einem Freitag, den 13., leidet, muss 2015 besonders stark sein. Schließlich fällt der 13. dieses Jahr gleich drei Mal auf einen Freitag. So war der 13. Februar bereits der erste Freitag. Während die nächsten im März und im November folgen.

Aktien bieten gute Anlagechance

Freitag, der 13. ist also kein Unglückstag der Finanzbranche und ein Zusammenbruch der Börse ist an diesem Tag auch nicht vorprogrammiert. Im Vergleich zu den niedrigen Zinsen auf Tagesgeldkonten, stellt die Geldanlage in Aktien mehr denn je eine attraktive Alternative dar. Und das auch an einem Freitag, den 13. Wer also die Chancen der Börse nutzen möchte, hat die Möglichkeit, gleich hier das passende Depot zu finden.

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