Sparer unzufriedener als Wertpapieranleger

Es ist keine Neuigkeit mehr: Die Deutschen sind skeptisch gegenüber Wertpapieranlagen. Um dies zu ändern riefen die Direktbanken consorsbank, comdirect, DAB und die ING DiBa die „Aktion pro Aktie“ ins Leben, die das Verhältnis zu Aktien verbessern soll. In diesem Zusammenhang wurden auch in einer repräsentativen Studie Deutsche breitgefächert zum Thema Aktien befragt. Ein interessanter Aspekt, der sich aus der Studie ergab: Wertpapieranleger sind zufriedener als Sparbuchbesitzer.

Erfolg von Geldanlagen

Die Umfrage-Teilnehmer wurden danach befragt, wie zufrieden sie mit dem Erfolg ihrer Geldanlagen sind. Trotz Niedrigzinsen sind Inhaber von Sparbüchern, Tagesgeldkonten oder Girokonten durchaus zufrieden. Allerdings förderte die Studie auch zutage, dass viele konventionelle Sparer den Ertrag, den ihre Sparanlagen einbringen, teilweise deutlich überschätzten.

Anleger in Aktienfonds, Einzelaktien und ETFs sind mit dem Erfolg ihrer Anlagen insgesamt sehr zufrieden. Es ist ein deutlicher Unterschied zu den Sparern zu verzeichnen. Und das nicht erst seit Kurzem.

Wertpapiere punkten kurz- und langfristig

Die Initiatoren der
„Aktion pro Aktie“

In letzter Zeit haben sich die Aktienmärkte sehr positiv entwickelt. Im Gegenzug dazu wurden aufgrund des niedrigen Leitzinses die Sparzinsen immer niedriger und dadurch die Anlage in klassische Sparprodukte stetig unattraktiver. So verwundert es auf den ersten Blick nicht, dass die Anleger in Wertpapiere derzeit zufriedener sind als die Sparer. Aber die Studie der „Aktion pro Aktie“ zeigt, dass sich dieser Zustand auch über einen längeren Zeitraum belegen lässt. Auch im Rückblick auf die letzten zehn Jahre ändern sich die Werte bei der Zufriedenheitsstudie kaum.

Weitere Erkenntnisse zur Zufriedenheit

Auch bei den einzelnen Personengruppen der Studie zeigen sich noch Unterschiede und Details die interessant sind. So ergab sich aus der Befragung, dass Männer im Schnitt zufriedener mit dem Erfolg ihrer Geldanlagen sind als Frauen. Auch das Alter spielt eine Rolle: Die jüngeren Studienteilnehmer freuen sich mehr als ältere Anleger. Natürlich spielt auch das Haushaltsnettoeinkommen eine Rolle, in Geringverdienerhaushalten ist die Zufriedenheit beim Anlageerfolg weniger vorhanden.

Informationslage ausbaufähig

Die Erkenntnis, dass es sich auch als Wertpapieranleger zufrieden – wenn nicht gar zufriedener – leben lässt, wird sicherlich nicht ausreichen, um langjährige Skeptiker zu überzeugen. Vielmehr ist es so, dass die Deutschen noch sehr uninformiert über das Thema Börsen, Aktien und Wertpapiere sind. Je mehr sich die Menschen aber mit dem Börsenmarkt und den Möglichkeiten vertraut machen, desto mehr wird die Skepsis sinken. Wer bereits jetzt überzeugt ist, findet nicht nur unter den Direktbanken Online Broker mit kostenlosen Depotkonten.

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