Vermögensverwaltung: Experten zur Optimierung des Privatvermögens

Das Handeln an der Börse ist komplex. Vor allem für Laien sind die verschiedenen Faktoren, die über Gewinn oder Verlust bei einem Wertpapiergeschäft entscheiden, meist nur schwer durchschaubar. Da die Investition in Fonds oder Aktien für Anfänger jedoch vor allem in Niedrigzinsphasen eine attraktive Alternative zur klassischen Geldanlage verspricht, übergeben viele Menschen ihr Vermögen in die Hand einer Vermögensverwaltung. Auf diese Weise brauchen sich die Kunden nicht selbst mit dem Thema Kapitalanlage und Finanzplanung auseinandersetzen und ihr Geld wird trotzdem gemäß ihren Wünschen und Bedürfnissen investiert.

Beziehungsdreieck Vermögensverwalter - Kunde - Bank

Was ist eine Vermögensverwaltung?

Unter Vermögensverwaltung, auch Asset Management, versteht man die Betreuung und Verwaltung von privaten oder institutionellen Vermögen von der Strategieentwicklung bis zur tatsächlichen Investition in Wertpapiere. Entsprechend ist ein Vermögensverwalter ein Finanzdienstleister, der gemeinsam mit seinem Kunden eine Anlagestrategie entwickelt, im Anschluss geeignete Wertpapiere in verschiedenen Anlageklassen sucht und schließlich die Entscheidung über Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers eigenständig, das heißt, ohne weitere Absprache mit dem Kunden, umsetzt.

Meist wird den Anlegern zu einer passiven Investition in ETFs, in börsengehandelte Indexfonds also, geraten, weil sie günstig gekauft werden können, gute Renditechancen bieten und niedrige Risiken aufweisen. Neben einer ETF Vermögensverwaltung bzw. einem ETF-Sparplan gehört auch ein Fondssparplan oder ein Aktiensparplan zu den gängigen Anlagestrategien, um Schritt für Schritt das Vermögen aufzubauen.

Vermögensberatung ist nicht gleich Vermögensverwaltung

Von der „echten“ Vermögensverwaltung, die in der Welt der Finanzen Finanzportfolioverwaltung genannt wird, muss die so genannte „unechte“ Vermögensverwaltung unterschieden werden. Hinter der unechten Vermögensverwaltung steht im Normalfall lediglich eine Vermögensberatung, die zwar günstiger ist als eine Vermögensverwaltung, dafür aber auch weniger individuell. Vom Vermögensberater erhält der Kunde auf der Basis der gewünschten Anlagesumme und seines Risikoprofils Tipps für einen Sparplan zum Vermögensaufbau. Den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers muss er allerdings selbst über sein Depot tätigen.

Um seriöse von unseriösen Anbietern zu trennen, muss sich eine Vermögensberatung ebenso wie eine Vermögensverwaltung Tests durch Wirtschaftsprüfer unterziehen und braucht darüber hinaus eine Zulassung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Beschwerden über einen Vermögensverwalter können ebenfalls bei der BaFin eingesehen werden.

Für wen ist private Vermögensverwaltung sinnvoll?

Vor allem institutionelle Anleger wie Versicherungsgesellschaften oder staatliche Institutionen greifen auf die Möglichkeit einer Vermögensverwaltung zurück. Wenn man sich nicht permanent mit der Frage beschäftigen will, wie man sein Geld am renditeträchtigsten anlegt, kann Vermögensverwaltung aber auch für Privatanleger sinnvoll sein. Um die Dienste einer Vermögensverwaltung in Anspruch nehmen zu können, wird allerdings meist eine bestimmte Mindestanlagesumme verlangt. Diese Summe bewegt sich meist mindestens im fünfstelligen, bei einigen Anbietern sogar im sechsstelligen Euro-Bereich. Private Vermögensverwaltung eignet sich also vor allem für wohlhabende Menschen, die ihr Portfolio Management gern in die Hände von Experten legen wollen.

Vermögensverwaltung online

Immer mehr Finanzdienstleister bieten Ihren Kunden auch die Möglichkeit, ihr Vermögen über so genannte automatisierten Finanzportfolioverwaltungen oder Robo-Advisory-Plattformen zu managen. Nachdem man einen webbasierten Fragenkatalog über die persönlichen Umstände und Anlageziele, wie zum Beispiel Altersvorsorge oder Ausbildung der Kinder beantwortet hat, wird mittels eines Algorithmus eine Anlagestrategie oder ein Musterportfolio erstellt. Meist muss die Umsetzung der Vorschläge noch manuell getätigt werden. Mittlerweile gibt es aber bereits Plattformen, die Investitionen nicht nur vorschlagen, sondern den Vorschlag auf der Basis des erstellten Portfolios selbst umsetzen.

Anbieter vergleichen und Kosten sparen

Depotführungsgebühren und Transaktionskosten

Bei manchen Banken fallen Depotführungs-gebühren und Transaktionskosten, auch Ordergebühren genannt, an. In vielen Fällen werden diese Gebühren gleich mit dem Honorar des Vermögensberaters verrechnet. Sie tauchen als Kostenpunkte also gar nicht extra auf.

Gerade vermögende Anleger können mittlerweile auf ein breites Spektrum an Dienstleistungen zurückgreifen. Vor allem bezüglich der Kosten, die anfallen, wenn man sein Vermögen verwalten lassen will, fällt es vielen Anlegern deshalb oft schwer, den Überblick zu behalten. Der größte Kostenpunkt ist üblicherweise das Honorar des Vermögensverwalters. Dafür wird in der Regel ein prozentualer Fixbetrag vom Anlagevermögen festgelegt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein erfolgsabhängiges Honorar zu vereinbaren, oder beide Möglichkeiten zu kombinieren .

Daneben gibt es eine Reihe versteckter Kosten, die im Rahmen einer Vermögensverwaltung auftreten können. Will man zum Beispiel sein Geld anlegen in Investmentfonds, kann das schnell zum Draufzahlgeschäft werden, denn für viele Fonds werden Ausgabeaufschläge oder Managementgebühren verlangt. Man sollte deshalb möglichst günstige Fonds auswählen und darauf achten, dass die Gesamtkostenbelastung nicht mehr als 1,5% p. a. des Depotwerts beträgt. Um bei der Vermögensverwaltung Kosten zu vermeiden und eine gute Rendite zu erzielen, empfiehlt es sich, seinen Finanzdienstleister sorgfältig auszusuchen und eine nachvollziehbare und sinnvolle Anlagestrategie zu erarbeiten. Das gelingt am besten durch einen Vermögensverwaltung Vergleich.