Free Trades: Mit kostenlosen Trades Gewinn steigern

Wer mit Aktien handelt, ist wohl vor allem daran interessiert, eine möglichst gute Rendite zu erzielen. Und Rendite heißt für die meisten in erster Linie: Kursgewinne der Aktie. Doch bei aller Konzentration auf die Entwicklung der Wertpapiere verlieren manche Anleger einen anderen Aspekt oft aus den Augen. Denn die Rendite lässt sich auch maximieren, indem Kosten gespart werden. Vor allem Ordergebühren können bei vielen kleinen Trades unnötig hoch zu Buche schlagen. Mit Free Trades sparen Anleger bares Geld und können ihre Rendite aus Wertpapiergeschäften erhöhen.

Was sind Free Trades?

Ein Free Trade ist ein kostenloses Wertpapiergeschäft; Anleger kaufen z.B. eine Aktie, ohne dass der Online-Broker ihnen dafür eine Ordergebühr berechnet. Unter welchen Bedingungen der Online-Broker Free Trades gewährt, hängt allerdings vom jeweiligen Anbieter ab. Manche Broker lassen kostenlose Trades beispielsweise nur für den außerbörslichen Handel zu, andere gewähren den gebührenfreien Handel erst dann, wenn der Anleger bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So muss er beispielsweise über ein großes Wertpapierdepot verfügen oder sehr viele Trades pro Monat ausführen.

Wie erhält man Free Trades?

Wer zu seinem Depot Free Trades haben möchte, kann diese auf verschiedene Weise erhalten. Es bieten zwar nicht alle Broker Free Trades an, doch wer Wert auf diese legt, findet passende Angebote, die mit Depot-Free-Trades aufwarten. Doch jeder Broker hat seine eigene Strategie beim kostenlosen Handel, sein eigenes Free-Trade-Modell.

Einschränkungen für Free Trades

Da ein Broker sein Geld natürlich auch mit Ordergebühren verdient, sind kostenlose Trades immer mit Einschränkungen verbunden. Welche das genau sind, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Üblich sind folgende Beschränkungen, die einzeln aber auch kombiniert vorkommen können:

  • Nur im außerbörslichen Handel möglich
  • Beschränkt auf bestimmte Handelsplätze
  • Lediglich für ausgewählte Wertpapiere
  • Gültig nur für Kauforders
  • Mindest- und Maximalgröße der Order

So ist der gebührenfreie Handel meist nur außerbörslich möglich. Dazu kommt, dass auch nur bestimmte Wertpapiere kostenlos gehandelt werden können, also z.B. nur Fonds oder Optionsscheine. Und auch nicht jede Order ist kostenlos, sondern in vielen Fällen lediglich die Kauforder; die entsprechende Verkaufsorder bleibt kostenpflichtig. Zuletzt sind Free Trades oft auch an eine Mindestgröße der Order gebunden. Viele Broker arbeiten mit solchen Einschränkungen, um sicherzustellen, dass ihre Anleger immer noch genügend reguläre Orders tätigen.

OnVista Free Trades

Ein etwas anderes System hat zum Beispiel die Direktbank OnVista. Hier können Anleger das FreeBuy-Depot nutzen und kostenlose Kauforders tätigen. Für einen bestimmten Zeitraum werden Freikäufe zugeteilt. Jeder Kauf ist dann gebührenfrei (abgesehen von den Gebühren des Handelsplatzes). Bei Verkäufen oder wenn die Free Trades verbraucht sind, fallen hingegen die regulären Orderkosten an. Die Direktbank bietet ihr Depot in den beiden Varianten Cash und Trade an.

FreeBuy Cash

In der Cash-Variante müssen Anleger über ein gewisses Guthaben (ab 2.000 Euro) auf ihrem Verrechnungskonto verfügen, um im Folgemonat mindestens einen Free Trade zu erhalten. Je höher das Guthaben auf dem Konto, desto mehr kostenlose Käufe stehen dem Depotinhaber zur Verfügung. Derzeit sind das bis zu zehn Free Buys im Monat.

FreeBuy Trade

FreeBuys verfallen

Die kostenlosen Käufe von OnVista können nicht angespart werden. In dem Monat, in dem sie gewährt werden, müssen sie auch verbraucht werden. Stimmen die Voraussetzungen, werden im Folgemonat allerdings wiederum Free Trades gewährt.

Das FreeBuy-Depot in der Variante Trade bemisst die Zuteilung von Free Trades nicht am Guthaben auf dem Verrechnungskonto, sondern anhand der in einem Monat getätigten Kauf- und Verkaufsorders. Wer viel und regelmäßig Wertpapiere handelt, erhält im Folgemonat kostenlose Käufe und kann diese gleich wieder für den Handel nutzen. So können Trader bis zu 80 Free Trades pro Monat erhalten. Dafür muss ein Anleger im Vormonat aber auch wirklich ausgiebig gehandelt haben, nämlich derzeit 250 Mal. Doch auch weniger aktive Anleger haben etwas von dem Modell: Bereits ab zehn Transaktionen im Monat stehen ihnen Free Trades zu.

Befristete Free-Trading-Aktionen

Kostenlose Käufe bieten viele Direktbanken und Online-Broker oft für Neukunden bei Depoteröffnung oder einem Depotwechsel an. Während dieses zeitlich begrenzten Free Tradings können Neukunden Handelstransaktionen ohne Ordergebühren ausführen. Oft beschränkt sich diese Möglichkeit jedoch auf wenige Wochen oder Monate. Andere Broker haben wechselnde Free-Trade-Aktionen. Consorsbank-Kunden können z.B. in begrenzten Zeiträumen die Finanzprodukte bestimmter StarPartner der Bank kostenlos handeln.

Ein bisschen kostenlos geht immer

Anleger haben also eine Reihe von Möglichkeiten, kostenlos Wertpapiere zu handeln. Neukunden werden von vielen Brokern mit Free Trades begrüßt. Bei manchen Anbietern kann man hingegen die Produkte ausgewählter Handelspartner kostenlos kaufen. Und andere Broker belohnen hohes Guthaben oder aktive Trader. Dennoch sollten bei der Wahl des passenden Brokers nicht nur Aktionen mit kostenlosen Trades entscheidend sein. Vielmehr ist es wichtig, dass der Broker gute Depotkonditionen bietet. Und wenn dann auch noch die Free Trades passen, umso besser.