Fondssparplan: Schritt für Schritt Vermögen aufbauen

Vermögenswirksame Leistungen

Verpassen Sie nicht die Förderung durch vermögenswirksame Leistungen (VL) von Ihrem Arbeitgeber. Mit VL werden Ihnen bis zu 40 Euro pro Monat auf eine Kapitalanlage eingezahlt. Solange Ihr Fonds zu 60 % aus Aktien besteht, ist es möglich für ihn vermögenswirksame Leistungen zu erhalten.

Traditionelle Anlagemöglichkeiten wie das Sparbuch oder Festgeldkonto erwirtschaften in der aktuellen Niedrigzinsphase kaum Rendite. Daher suchen viele Sparer nach Alternativen, um ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Ihnen geht es ähnlich? Langfristig und renditestark sparen können Sie mit der Investition in einen Fondssparplan. Hierbei handelt es sich um einen Sparvertrag, bei dem Sie in regelmäßigen Abständen Geld in einen Investmentfonds einzahlen.

Ein Fondssparplan wird von einem Fondsmanager verwaltet, der Ihr Anlagekapital in eine Vielzahl verschiedener Posten investiert und so nicht nur Ihr Vermögen, sondern auch das Risiko streut. Das macht Fondssparpläne im Vergleich zu anderen börsengehandelten Anlageprodukten sicher und solide. Und nicht nur das – einen Fondssparplan können Sie auch besonders günstig besparen. Schon ab 50 Euro pro Monat können Sie langfristig ein Vermögen aufbauen. Alles zu Fondssparplänen, Sicherheit, Renditechancen, Kosten und Ablauf erfahren Sie hier.

Fondssparplan: So bauen Sie langfristig Vermögen auf

In einen Fondssparplan zahlen Sie regelmäßig Sparraten ein und kaufen damit Fondsanteile. Der Fondsmanager verwaltet Ihr eingezahltes Kapital und investiert es in verschiedene Posten. Das können je nach ausgewähltem Fonds beispielsweise Aktien, Anleihen oder auch Immobilien sein. Manche Fonds konzentrieren sich dabei auf eine bestimmte Anlageklasse; Investmentfonds beispielsweise auf Wertpapiere. Wenn Sie das Anlagerisiko besonders geringhalten möchten, bietet sich ein Fonds an, der nicht nur in verschiedene Anlageklassen, sondern ebenso in verschiedene Branchen investiert.

Vorteile:

Keine festen Laufzeiten
Sie können jederzeit auf Ihr Geld zugreifen
Besonders langfristig wesentlich höhere Zinsen als bei Banksparplänen
Auch bei niedrigem Anlagekapital hohe Risikostreuung möglich
Schon ab 50 Euro monatlich
Fondsgesellschaften werden vom Gesetzgeber reguliert
Fondssparpläne zählen zum Sondervermögen, das heißt bei Insolvenz der Fondsgesellschaft ist Ihr Vermögen geschützt

Nachteile:

Unterliegt den Kursschwankungen der Börse
Fondsmanager kosten Sie Gebühren
Ausgabeaufschlag kann Rendite verringern


Je länger Sie sparen, desto besser

Ein langer Atem ist beim Fondssparen Pflicht. Börsencharts zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit von Verlusten zunehmend geringer wird, je länger Sie in Ihren Sparplan investieren. Da ein Fondssparplan den Kursschwankungen an der Börse ausgesetzt ist, fallen Kurse vor allem kurzfristig immer wieder – langfristig holen sie ihre Verluste jedoch meist wieder auf und steigen weiter. Je langfristiger Ihre Anlage, desto sicherer wird sie demnach auch. Daher eignet sich ein Fondssparplan besonders gut zur Altersvorsorge. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie in diesem Fall auch vom sogenannten Cost-Average-Effekt profitieren.

Der Cost-Average-Effekt: Falsches Bankenversprechen oder Anleger-Vorteil?

Cost-Average-Effekt nutzen

Grafik zum Cost-Average-Effekt

Mehr zum Cost-Average-Effekt »

Bei regelmäßigen und gleichbleibenden Einzahlungen über einen längeren Zeitraum (beispielsweise 10 bis 15 Jahre) hinweg profitieren Sie als Anleger von einem günstigeren Durchschnittskostenpreis. Der Cost-Average-Effekt (zu Deutsch: Durchschnittskosteneffekt) erklärt sich wie folgt:

Sie zahlen Monat für Monat feste Beiträge in Ihren Fondssparplan ein. Ein Fondssparplan unterliegt den Schwankungen der Börse, das heißt: Steigt der Kurs Ihrer Anlage, erwerben Sie weniger Fondsanteile – fällt der Kurs, kaufen Sie mehr. In diesem Fall profitieren Sie, da Sie für weniger Geld mehr Anteile erhalten. Bleibt der Kurs jedoch tief, erwirtschaften Sie mit Ihrem Fonds keine Rendite. Der Cost-Average-Effekt tritt nur dann ein, wenn nach einem Kurs-Tief auch ein Kurs-Hoch folgt .

Weitere Sparpläne: Alternativen um langfristig Vermögen aufzubauen

Banksparplan:

Kein anderer Sparplan ist sicherer als der Banksparplan, da Ihre Anlage hier von der Einlagensicherung der Banken geschützt ist. Jedoch gibt es in der aktuellen Niedrigzinsphase auch kaum Rendite für einen Banksparplan.

ETF-Sparplan:

Der ETF-Sparplan erwirtschaftet im Durchschnitt weniger Rendite als der Fondssparplan. Allerdings ist er günstiger und sicherer, weshalb viele Privatanleger für langfristigen Vermögensaufbau auf ihn setzen.

Aktiensparplan:

Der Aktiensparplan ist nichts für Börsenanfänger. Hier investieren Sie in Einzelaktien, was eine Risikostreuung erschwert und einen hohen Kapitaleinsatz verlangt. Allerdings werden dem Aktiensparplan deutlich höhere Renditechancen zugesprochen als dem ETF- und Fondssparplan.


Fondssparplan online abschließen »

Fondssparpläne können dank der fortschreitenden Digitalisierung mittlerweile bei fast jedem Broker online abgeschlossen werden. Sie müssen dazu lediglich ein Depot eröffnen, über das Sie den Fondssparplan abschließen. Der Vorteil: Auf der Banken-Website können Sie sich den Fondssparplan Ihrer Wahl in aller Ruhe ansehen, ihn mit anderen vergleichen und haben bei Bedarf die Möglichkeit, einen Berater telefonisch zu konsultieren.

Fondssparplan: Vergleich thesaurierender und ausschüttender Modelle

Bevor Sie sich für einen Fondssparplan als Anlageform entscheiden, sollten Sie prüfen, ob der bevorzugte Fondssparplan thesaurierend oder ausschüttend konstruiert ist.

Ausschüttende Fonds

Ausschüttende Fonds zahlen ihren Investoren Gewinne aus Dividenden aus. Bei einem Sparplan werden Sie der Regel nach allerdings eher an einer effizienten Besparung interessiert sein. Solche Auszahlungen könnten für Sie sogar hinderlich sein, da Sie die ausgezahlte Summe selbständig reinvestieren müssten – was Sie meist eine Ordergebühr kostet. Außerdem sind Sie in diesem Fall dazu verpflichtet, Abgeltungssteuer zu zahlen.

Thesaurierende Fonds

Thesaurierende Fonds hingegen legen Ihr erwirtschaftetes Geld sofort weiter an, das erwirtschaftete Vermögen verbleibt somit im Fondsvermögen und arbeitet für Sie weiter. Da kein Geld auf Ihr Girokonto überwiesen wird, müssen Sie erst dann Abgeltungssteuer bezahlen, wenn Sie Ihre Anteile verkaufen. Außerdem profitieren Sie automatisch vom Zinseffekt .

Wichtig: Behalten Sie die Kosten im Auge

Ein Fondsmanager, der Ihr Vermögen vorteilhaft investiert und eine möglichst sichere Anlagestrategie verfolgt, ist einerseits ein großer Vorteil. Andererseits muss eben dieser auch bezahlt werden. Achten Sie beim Abschluss eines Fondssparplans unbedingt auf die Gebühren und darauf, ob ein Ausgabeaufschlag berechnet wird. Diese Gebühr müssen Sie bezahlen, wenn Sie Fondsanteile erwerben – da dies bei einem Fondssparplan monatlich der Fall ist, wird sie regelmäßig fällig. Der Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft schmälert die Rendite somit deutlich, wenn er in voller Höhe bezahlt werden muss. Für Aktienfonds werden in der Regel 5 Prozent, für Rentenfonds 3 Prozent vom Ordervolumen als Ausgabeaufschlag erhoben. Wenn Sie noch auf der Suche nach einem Depot sind, sollten Sie Ihre Brokerwahl auch davon abhängig machen, ob ein Anbieter vielleicht Rabatte auf den Aufschlag gewährt. So kann oft die Hälfte, manchmal auch der gesamte Ausgabeaufschlag gespart werden.

Performance-Gebühr »

Manche Fonds erheben eine Performance-Gebühr, und zwar immer dann, wenn Gewinne erzielt werden. In Deutschland aufgelegte Fonds dürfen diese Gebühren künftig nur noch erheben, wenn vergangene Verluste bereits wieder ausgeglichen wurden (Verlustvortrag). Für den Ausgleich wird ein Zeitraum von fünf Jahren angesetzt. Verluste, die noch weiter in der Vergangenheit liegen, müssen also nicht ausgeglichen sein, damit die Gebühr erhoben werden darf.

Viele Banken verlangen außerdem eine prozentuale Pauschale Ihres Gewinns, andere einen Festbetrag pro getätigter Order. Hier hilft Ihnen ein Onlinebroker-Vergleich. In einem Online-Rechner können Sie die Konditionen anklicken die Ihnen persönlich wichtig sind. Im Anschluss zeigt Ihnen der Vergleich die Anbieter der Reihenfolge nach an, die für Sie in Frage kommen.

Renditestarkes Sparen für Kinder

Eine gute finanzielle Grundlage für Ihre Kinder
Eltern möchten ihren Kindern eine gute finanzielle Grundlage für die Zukunft schaffen. Besonders gut geht das, wenn Sie für Ihre Kinder an der Börse investieren. Während ein Aktiensparplan ein eher risikofreudiges Anlageprodukt ist, eignet sich ein Fondssparplan für Kinder und einen langfristigen Vermögensaufbau.

Fondssparplan: ETF ist eine günstige Alternative

Einen Teil der üblichen Fondskosten können Sie sparen, wenn Sie sich für einen Sparplan mit Exchange Traded Funds, kurz ETFs, entscheiden. Ein ETF bildet einen Indexfonds 1:1 nach, zum Beispiel den deutschen Aktienindex DAX. In diesem Fall investieren Sie durch Ihren ETF-Sparplan also in die Posten, die im DAX vertreten sind – zu den gleichen Anteilen, wie sie im DAX abgebildet werden. ETFs punkten mit viel geringerem Verwaltungsaufwand und sparen Managementgebühren. Weiterer Pluspunkt: Bei ETFs wird kein Ausgabeaufschlag fällig

Hinsichtlich der Rendite schneiden ETFs im direkten Vergleich mit einem Fondssparplan jedoch durchschnittlich schlechter ab. Eine noch höhere Rendite als Fondssparpläne versprechen Aktiensparpläne. Die Investition in einen Aktiensparplan ist aber auch deutlich riskanter, da Sie hier in Einzelaktien investieren und eine Risikostreuung erschwert ist.