Directors‘ Dealings

Directors‘ Dealings sind aufgrund des Wertpapierhandelsgesetzes festgeschriebene Richtlinien, die dem Insiderhandel vorbeugen. Dabei muss ein Mitarbeiter aus dem Management des Unternehmens oder deren Verwandte öffentlich machen, wenn unternehmenseigene Aktien gekauft werden. Die Wertpapiertransaktionen werden von der BaFin veröffentlicht. In den USA und in Großbritannien sind die öffentliche Darlegung von Directors‘ Dealings schon seit vielen Jahrzehnten gängige Praxis.

Durch das Publikmachen der Wertpapierkäufe soll der Börsenmarkt transparenter gemacht werden und eine gewisse Gleichstellung von Tradern ermöglicht werden. So können sogenannte Insider, also einem Unternehmen nahestehende Personen, nicht in den Verdacht geraten, Aktien aufgrund von internem Wissen zu kaufen oder zu verkaufen, um sich davon einen Vorteil zu verschaffen, den ein anderer Trader nicht hat. Käufe oder Verkäufe der Aktien müssen der BaFin innerhalb weniger Tage gemeldet werden. Das Wertpapierhandelsgesetz hat diese Grundlage im Jahr 2002 im Vierten Finanzmarktförderungsgesetz eingeführt. Die Director’s Dealings können öffentlich eingesehen werden.

Meldepflichtig sind beispielsweise Mitglieder im Aufsichtsorgan, Personen in der Führungsebene eines Unternehmens und nahe Verwandte dieser Personen. Wer der Meldepflicht nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100.000 Euro bestraft werden kann.