Aktien als Altersvorsorge: Renditestarkes Sparen für Ihre Rente

Private Rentenversicherung, Betriebsrente oder Aktien als Altersvorsorge? Die private Altersvorsorge stellt Sie heute vor viele Entscheidungen. Im Mittelpunkt sollten jedoch immer zwei Punkte stehen: Sicherheit und Renditechancen. Auf den ersten Blick keine leicht zu vereinbarenden Wünsche. Doch mit einer genauen Planung und Trading-Geschick können Wertpapiere wie Aktien Ihre private Altersvorsorge langfristig unterstützen und aufwerten.


Warum Aktien als Altersvorsorge? Rentenlücke mit attraktiver Rendite ausgleichen

Der Renteneintritt bedeutet für die meisten Menschen eine große Veränderung – vor allem finanziell. Im Alter steht den meisten Menschen deutlich weniger Geld zu Verfügung als während ihres Arbeitslebens. In Zukunft wird die gesetzliche Rente wohl oft gar nicht mehr zum Leben ausreichen. Es entsteht eine sogenannte Rentenlücke, die Sie selbst ausgleichen müssen: Der Grund, weshalb die private Altersvorsorge immer wichtiger wird.

Viele nutzen dabei zum Beispiel die staatlich geförderte Riesterrente oder Versicherungsprodukte. Doch immer mehr Menschen merken, dass sich für die Altersvorsorge Geldanlagen wie Aktien ebenfalls gut eignen. Denn die Renditen klassischer Produkte fallen aktuell nicht üppig aus, während sich Trader oft über attraktive Gewinne freuen können – vor allem wenn sie sich für eine langfristige und breit gestreute Anlage entscheiden.

Altersvorsorge an der Börse: So wird Ihre Anlage sicher und lukrativ

Aktiengewinne versteuern

Ganz gleich, ob Sie Aktien als Altersvorsorge oder kurzfristiges Investment kaufen – Ihre Gewinne müssen Sie immer versteuern. Sie unterliegen der Abgeltungssteuer und werden automatisch entrichtet. Vergessen Sie dennoch nicht, die Steuer in Ihre Berechnungen für Ihre Altersvorsorge einzukalkulieren.

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Ziehen Sie Aktien als Altersvorsorge in Betracht, sollten Sie auf einige Punkte achten. Denn Aktien unterliegen Wertschwankungen und sind aus diesem Grund bedeutend riskanter als andere Kapitalanlagen. Dessen sollten Sie sich bewusst sein. Es besteht ein höheres Verlustrisiko als bei klassischen Altersvorsorge-Varianten.

Es gilt also, das Risiko so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig von attraktiven Renditen zu profitieren:

  • Streuen Sie breit: Dieser Tipp gilt im Grund für alle Ihre Wertpapieranlagen. Je breiter Sie Ihr Vermögen streuen, desto geringer wird das Risiko des Totalverlustes. Setzen Sie bei Ihrer Altersvorsorge keinesfalls auf eine Einzelaktie, sondern sorgen Sie dafür, dass Sie in verschiedene Unternehmen, Branchen und Länder investieren. Auf diese Weise können die gut laufenden Investments die schlechteren ausgleichen.
  • Bleiben Sie am Ball und agieren Sie mit Bedacht: Wer an der Börse handelt, sollte seine Investitionen stets im Blick behalten. Nur so können Sie reagieren und – wenn nötig – umschichten. Wobei Sie dies ruhig und durchdacht angehen sollten. Vermeiden Sie panische Kurzschluss-Aktionen und behalten Sie Ihr Ziel – den langfristigen Vermögensaufbau – im Blick.
  • Achten Sie auf die Kosten: Um Ihre Rendite nicht unnötig zu schmälern, sollten Sie natürlich auch die entstehenden Kosten im Blick behalten. Entscheiden Sie sich für ein Depot, für das keine Depotkosten und nur geringe Ordergebühren anfallen. Am einfachsten finden Sie ein geeignetes Produkt über einen Depotvergleich. Beim Kauf Ihrer Aktien sollten Sie zusätzlich anfallende Börsengebühren einplanen, die sich von Börse zu Börse unterscheiden.

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Flexible Altersvorsorge: Aktien als Sparplan oder direkt kaufen?

Wenn Sie mit Aktien für Ihre Rente vorsorgen möchten, können Sie natürlich direkt Aktien kaufen. Bei einer Einmalanlage wird eine größere Summe in ein bestenfalls breit gestreutes Aktienportfolio investiert. Das bietet sich vor allem an, wenn Sie über genügend freies Kapital verfügen, das Sie gewinnbringend anlegen möchten.

Ist dies nicht der Fall, eignet sich eine zweite Möglichkeit: den Aktiensparplan. Dabei sparen Sie regelmäßig, zum Beispiel monatlich oder quartalsweise, einen bestimmten Betrag, der dann in Aktien investiert wird. Sie kaufen so über einen langen Zeitraum hinweg immer mehr Anteile eines Unternehmens und stocken so Schritt für Schritt Ihre Kapitalanlage auf. Überlegen Sie, ob sich diese Variante für Sie eignet, da Sie dabei nur in ein Unternehmen investieren und das Risiko entsprechend hoch ausfällt.

Altersvorsorge an der Börse: Alternativen zum Aktienkauf

Fonds »

Die Altersvorsorge mit Einzelaktien hat einen bedeutenden Nachteil: Es ist relativ aufwändig und schwierig, ein gegen große Verluste abgesichertes Portfolio anzulegen. Sie müssen eine Vielzahl vielversprechender Aktien auswählen und sich ständig um die Investition kümmern.

Vorteile von Fonds

Vor diesem Hintergrund bieten sich Fonds als Altersvorsorge an. Sie vereinen mehrere Vorteile: Ein guter Investmentfonds ist von Haus aus bereits breit aufgestellt, das heißt, er umfasst eine Vielzahl von Aktien. Damit ist eine Fondsanlage besser gegen Verluste abgesichert als Einzelaktien. Zusätzlich wird der Fonds von einem Fondsmanager betreut. Das bedeutet, einmal investiert, müssen Sie sich um nichts mehr kümmern.

Wie beim Aktiendirektkauf auch, stehen Ihnen grundsätzlich Möglichkeiten offen: Sie können einmalig Fondsanteile kaufen oder aber in einen Fondssparplan einzahlen.

Nachteile von Fonds

Ausgabeaufschlag sparen

Wenn Sie für Ihre Altersvorsorge auf der Suche nach einem neuen Wertpapierdepot sind, sollten Sie bei der Wahl besonders auf Ausgabeaufschläge achten, die bei Ihren favorisierten Fonds anfallen. Denn einige Broker gewähren hier große Rabatte oder bieten manche Fonds sogar gänzlich ohne Aufschlag an.

Ein Nachteil gegenüber Aktiendirektkäufen besteht bei Fonds in der höheren Gebührenbelastung. Da sie aktiv gemanagt werden, entstehen Kosten, die an den Anleger weitergegeben werden. So müssen Sie neben den Ordergebühren des Brokers und den Transaktionskosten des Handelsplatzes auch Verwaltungs- und Managementgebühren einkalkulieren. Außerdem fällt bei den meisten Fonds ein Ausgabeaufschlag an, der von der ausgebenden Fondsgesellschaft erhoben und mit jedem Kauf fällig wird.

ETFs »

Sie wünschen sich eine Möglichkeit, die die Sicherheit von Fonds mit geringen Gebühren verbindet? Dann sind börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds), das Richtige für Sie. Sie sind die günstige Alternative zu klassischen Investmentfonds. Der entscheidende Vorteil: ETFs müssen nicht immer wieder aufwändig neu von Fondsmanagern zusammengestellt werden. Stattdessen orientiert sich ihre Zusammensetzung einfach an einem Referenzindex, etwa dem DAX oder dem MSCI World – und sorgt damit automatisch für eine breite Streuung.

Der Verwaltungsaufwand ist bei ETFs damit auf ein Minimum heruntergesetzt. Anleger spüren das vor allem an den Kosten: Sie betragen oft nur etwa 1 Prozent der investierten Summe. Auch bei ETFs haben Sie die Wahl, ob sie einmalig oder im Rahmen eines ETF-Sparplans investieren.

Das Depot für die Altersvorsorge: Kosten im Fokus

Immer mehr Menschen setzen für ihren Ruhestand auf Aktien. Altersvorsorge heißt heute längst nicht mehr, sich auf die gesetzliche Rente und Lebensversicherungen zu verlassen. Stattdessen ziehen immer mehr Sparer auch eine Kapitalanlage an der Börse in Betracht. Diese bietet Ihnen attraktive Renditemöglichkeiten – und mit einigen Kniffen können Sie auch das Risiko minimieren. Auf der Suche nach einem Depot sollten Sie verschiedene Online-Broker vergleichen, um sich ein Produkt mit zu Ihren Wünschen passenden Konditionen und einem geeigneten Kostenmodell zu sichern.