Börsenplätze

Die allererste Börse wurde 1531 in Antwerpen von der Familie van der Beurse gegründet. Die Augsburger Börse zog 1540 als erste deutsche Börse nach. Heute gibt es eine Vielzahl von Börsen in allen möglichen Ländern und Städten.

Börsenplätze in Deutschland:

Leuchttafel mit BörsenkursenDer wichtigste und wohl bekannteste Finanzplatz Deutschlands ist die Börse in Frankfurt. Dieser ist geprägt von der Terminbörse EUREX, die zu gleichen Teilen im Besitz der Deutschen Börsen AG und der SIX Swiss Exchange ist. Hier können Futures und Optionen gehandelt werden und auch der DAX-Future und der BUND-Future sind hier gelistet. Derivate Wertpapere wie zum Beispiel Zertifikate werden am EUWAX gehandelt. Führend ist hier die Stuttgarter Börse. Dort werden auch Unternehmensanleihen mittelständischer Firmen gehandelt.
Drittgrößte Börse Deutschlands ist die BÖAG, die Börsen AG, die die Börsen Hamburg und Hannover gemeinsam betreibt. Sie ist mit einem Marktanteil von 40% Marktführer im Bereich Fondshandel. Weitere Börsenplätze in Deutschland sind die Berliner Börse, die Börse Bremen, die Börse Düsseldorf und die Börse München.
Ein börsenähnliches Unternehmen ist Lang & Schwarz. Hier kann man ebenfalls Geld in Wertpapiere anlegen, allerdings handelt man nicht, sondern Lang & Schwarz legt den Kurs fest. Dabei wird sich an den aktuellen Marktpreisen orientiert. Die Besonderheit ist hier, dass man mit Lang & Schwarz auch Samstag und Sonntag handeln kann.

Börsenplätze in Europa:

Die einzige Börse Österreichs ist die Wiener Börse. Hier können Wertpapiere wie Aktien und Anleihen gehandelt werden, aber auch Optionen und gelistete Futures. Die Wiener Börse berechnet den ATX, einen Index, der die 20 liquidesten Papiere der österreichischen Börse umfasst.
1995 schlossen sich die Börse Zürich, Basel und Genf zur SIX Swiss Exchange zusammen. Die Schweizer Börse ist in Zürich ansässig und dort können Anleihen, Aktien sowie Fonds gehandelt werden. Der SMI zeigt die 20 liquidesten Schweizer Titel auf.
Der älteste Börsenplatz Europas ist der LSE, der London Stock Exchange. 2007 ging die britische Börse mit der Borsa Italiana zusammen. Besonders ist, dass die Aktienkurse der LSE in Pence und nicht in Pfund angegeben werden.
Die Börsen Paris, Brüssel, Luxembourg, Amsterdam und Lissabon schlossen sich zur Euronext zusammen, der größten grenzübergreifenden Börse Europas. 2006 fusionierte dann Euronext mit der New Yorker Börse und bildete so die erste transatlantische Börse, die NYSE-Euronext.

Börsenplätze in Amerika:

Die NYSE, also die New York Stock Exchange, ist die größte Börse weltweit. Seit 2006 ist sie Teil der NYSE–Euronext-Gruppe. Mit Blick auf ihren Standort wird die New Yorker Börse auch oft als Wall Street bezeichnet.
Die American Stock Exchange (AMEX) spezialisierte sich auf den Handel mit Fonds und Optionen. Seit 2008 ist sie Teil der NYSE.
Die amerikanische Technologiebörse ist die erste elektronische Börse der Welt. Außerdem ist sie berühmt für den NASDAQ100 – Index, der die 100 stärksten Technologiewerte zeigt.
Die älteste Terminbörse der Welt ist die Chicago Board of Trade (CBOT), auf der man mit Futures handeln kann.

Börsenplätze in Asien:

Die Börse Hong Kong, auch HKSE, ist die achtgrößte Börse weltweit und macht seine Stadt damit zu einem wichtigen Finanz- und Wirtschaftstandort.
Die SSE (Shanghai Stock Exchange) ist die wichtigste Börse Chinas. Hier wird zwischen Shares A und Shares B unterschieden. Die Shares A werden nur in der Heimatwährung Renminbi gehandelt, während die Shanghar Shares B auch in Fremdwährungen gehandelt werden.
Die größte Börse im ostasiatischen Raum ist die Börse Tokios. Mit Handelsbeginn der Tokioter Börse weltweit beginnt ein neuer Handelstag. In den Börsen Shanghai und Tokio wird der Handel über die Mittagszeit ausgesetzt.

Xetra und Tradegate Exchange:

Xetra ist ein Handelssystem der Deutschen Börse AG, das komplett elektronisch ist. Dieses System wird für den Kassamarkt genutzt. Es ist als das elektronische Pendant zum Parkett der Deutschen Börse. Mittlerweile laufen fast 94% des Aktienhandels über Xetra.
Ein ähnliches System ist Tradegate für den außerbörslichen Wertpapierhandel. Tradegate ist auch ein elektronisches Handelssystem der Tradegate Exchange, der letzten in Deutschland zugelassenen Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin.
Beide Systeme sind auf Privatanleger spezialisiert und basieren auf dem Vorbild von NASDAQ, der amerikanischen Technologiebörse.
Vorteil der elektronischen Handelssysteme gegenüber dem Parketthandel ist der Wegfall der Maklercourtage, was die Gebühren eines Trades enorm senkt und die automatische Bearbeitung aller Anfragen. Das heißt Order werden auch außerhalb der Börsenzeiten bearbeitet.

Tipp: Bei den meisten Brokern können Sie an internationalen Börsenplätzen handeln. Im Online Broker Vergleich gelangen Sie auch auf die Brokerseiten und können sich ansehen, an welchen Börsenplätzen man im jeweiligen Depot handeln kann.

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